Rythmen
Die moderne Chronobiologie offenbart uns fast täglich neue Erkenntnisse über zyklisch ablaufende organische Prozesse. Dies beginnt bei den kleinsten Einheiten, den Zellen und geht bis zu komplexen Organsystemen, die jedes für sich in einem eigenen Takt zu schwingen scheint. So hat jede Zelle, je nach ihrer Art, ob Haut- Blut-, Darm- oder Leberzelle einen eigenen Zellteilungszyklus, der sich im Minutenbereich bis hin zu mehreren Jahren erstrecken kann.
Es offenbart sich eine innere Uhr, die offensichtlich über eine Fülle unterschiedlicher Zeiger mit unterschiedlichen Zeigergeschwindigkeiten verfügt. Bisher ist ja nur ein Teil dieser inneren Uhr erforscht, aber es ist abzusehen, daß hier noch einige überraschende Erkenntnisse auf uns warten.
Noch erstaunlicher ist das Zusammenspiel zwischen dieser inneren Uhr und externen Zeitgebern. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte man die innere Uhr mit den heute verbreiteten Funkuhren vergleichen. Diese haben zwar ein eigenes, aber nicht besonders präzises Uhrwerk. Dafür erfolgt in regelmäßigen Abständen eine Zeit-Korrektur von Außen, in diesem Fall über ein Funksignal.
Auch unser inneres Uhrwerk läuft (vermutlich beabsichtigt) nicht sehr genau und wird deshalb ebenfalls durch externe Signale korrigiert. Diese Korrektursignale kommen aber nicht über Funk sondern aus der Umgebungszyklik. Bisher wurden von den Forschern der Tag-/ Nachtwechsel, die Jahreszeiten und die Mondzyklen als Korrekturfaktoren ausgemacht.
Über Pflanzenuntersuchungen zeichnen sich jedoch auch weitere Einflußfaktoren ab, wie z.B. die ebenfalls zyklisch verlaufenden Schwankungen der Sonnenfleckentätigkeit.
Über die Sensoren oder Antennen mit denen wir die Korrektursignale aufnehmen gibt es noch ein großes Rätselraten. Aber offensichtlich haben wir mehr Organe als bisher angenommen.
Verfolgt man die Abstaffelung organischer Zyklen, so findet man zu jedem ein passendes Umgebungskorrektiv.
Und jeder Zyklus ist wieder eingebettet in einen größeren Umgebungszyklus. Eine schichtweise Verzahnung von der Zelle bis zum gesamten Universum!
Doch sind all diese Erkenntnisse wirklich so neu? Hat nicht die organische Rhythmenlehre schon mit der Entstehung der ersten Kalender begonnen? Es gibt zumindest verblüffende Parallelen zwischen den aktuellen Erkenntnissen der Chronobiologie und den überlieferten Rhythmenlehren wie z.B. der Astrologie.
Es würde deshalb von Arroganz und Ignoranz zeugen, wenn wir das Thema Astrologie pauschal als Humbug abqualifizieren würden.
Natürlich entsprechen die überlieferten Beschreibungen und Definitionen nicht den heute üblichen wissenschaftlichen Verfahrensrastern. Aber die Sprachen und Ausdrucksweisen ändern sich, wird deshalb aber der Inhalt falsch? Man muß sich eben die Arbeit machen, die früher übliche bildhafte Sprache zu übersetzen und zu interpretieren!
Natürlich sind in Aussagen und Zusammenhängen auch Korrekturen erforderlich. Die Welt ist ja nicht stehengeblieben und Aussagen sind immer auch durch vorherrschende Umgebungseinflüsse, Lebensbedingungen und Bedarfslagen geprägt. Diese haben sich aber gegenüber dem Altertum, dem Mittelalter und sogar denen vor 50 Jahren gewaltig verändert.
Wenn man aber dies berücksichtigt, so kann man in den überlieferten Rhythmenlehren ein enormes Potential epochenübergreifender Menschheitserfahrung finden. Ein Wissen und eine Weisheit, derem Kern auch oder gerade heute eine bedeutende Rolle bei der notwendigen Umgestaltung der menschlichen Gesellschaft zukommen müßte.
Mit unseren Programmen wollen wir unseren Beitrag leisten, indem wir damit Jedermann ein Werkzeug an die Hand geben, mit dem er sich aktiv an den Ausgrabungen des verschütteten Wissens der Menschheit beteiligen kann