Kommen jetzt die Apokalyptischen Reiter?

Ich gehe davon aus, dass jeder den Begriff Apokalypse kennt, der Teil des Neuen Testaments der auch als Offenbarung des Johannes bezeichnet wird. Deshalb, und weil es genügend Literatur darüber gibt, will ich auch gar nicht groß in dieses Thema einsteigen. Nur kurz zusammenfassend:

Im himmlischen Thronsaal existiert ein Buch, das mit sieben Siegeln verschlossen ist. Nur einer hat die Macht diese Siegel zu öffnen. Beim öffnen der ersten 4 Siegel erscheint jeweils ein Reiter, der je mit einer Aufgabe zur Erde geschickt wird.

Die 4 apokalyptischen Reiter sollen folgende Aufgaben erledigen:
1. Reiter: Siegreicher Kampf gegen die Unterdrückung.
2. Reiter: Verbreitung von Krieg und Tod.
3. Reiter: Verbreitung von Hunger und Not.
4. Reiter: Verbreitung von Krankheit, Elend und Niedergang.

Bereits in der Astrologie des Mittelalters wurden Planeten den 4 Reitern zugeordnet und zwar Jupiter, Mars, Merkur und Saturn. Da die Planeten Neptun, Uranus und Pluto zu der Zeit noch nicht entdeckt waren, mussten sie durch andere Planeten mitvertreten werden. So herrschte z.B. Jupiter auch über das Zeichen Fische, der Saturn über den Wassermann und der Mars auch über das Zeichen Skorpion.

Aus heutiger Sicht, in der diese Zeichen ihre eigenen Planeten gefunden haben, müssten die apokalyptischen Reiter entsprechend der Planetenbedeutungen neu zugeordnet werden. Diese würde ich so definieren: Pluto, Uranus, Neptun und Saturn. Die Planeten also, die jeder gerne aus seinem Horoskop verbannen würde.

Der schlechte Ruf der dieser Viererbande voraus eilt ist jedoch nicht gerechtfertigt, denn sie stellen eigentlich nur eine Reparatur- und Aufräumkolonne dar. Sie schreiten ja nur dort ein, wo etwas grundsätzlich nicht in Ordnung ist. Wo die Strukturen und die Balance stimmen werden sie auch keinen Schaden anrichten. Je nach ihrer Ausrichtung beschneiden, lösen auf, sprengen oder verändern sie instabile Strukturen oder Auswüchse. Und es ist vieles auf dieser Welt derzeit in Unordnung.

Ab Ende Juli 2010 gibt es nun eine Planetenkonstellation, wie sie noch nie da gewesen ist, seit es menschliche Zeitrechnung gibt. Begonnen hat es eigentlich schon im Januar 2008, als Pluto ins Zeichen Steinbock eingetreten ist. In einem 1995 erschienen Buch sollte ich auch kurz auf die Bedeutung der einzelnen Planeten in den Zeichen eingehen. Damals schrieb ich zum Pluto im Steinbock u.a.:

Im Steinbock werden durch Pluto bestehende Staats- und Wirtschaftsstrukturen zu Fall gebracht. Unter dem Einfluss machtbesessener politischer Leitbilder wird eine neue Weltordnung erkämpft und gefestigt. Da sich während der nächsten Stellung von Pluto im Steinbock (ab 2008) zusätzlich Uranus in den Widder begibt, könnte dies durchaus mit gewaltigen kriegerischen Auseinandersetzungen verbunden sein. Auch die großen wirtschaftlichen Zusammenschlüsse wie z.B. die EU sind unter anderem durch vorangegangene Wirren ausgezehrt und stecken in einer tiefen Krise, die zu deren Zerfall und zu einem Rückfall in einen nationalen, wirtschaftlichen Separatismus führen könnte.

Nun, in 2008 begann – welche überraschung - mit einem Paukenschlag die größte Finanz- und Wirtschaftskrise, an der auch erste Regierungen schon zerbrochen sind. Und Pluto bleibt noch lange im Steinbock, bis 2024!

Im Juli 2010 kommt es aber erst richtig dick. Uranus wandert in das Zeichen Widder.

Uranus bedeutet ja plötzliche Veränderungen, teilweise mit großer Sprengkraft. Und das im kämpferischen Zeichen Widder. Als ob dies nicht für sich schon eine angsteinflößende Verbindung wäre! Nein, dazu kommt die Steigerung durch die Konfliktsituation eines Quadrates und zwar ausgerechnet mit Pluto, der ja immer noch im Steinbock haust. Also eine Formation, bei der Pluto am Recycling der Staats- und Wirtschaftsstrukturen arbeitet während sich durch Uranus im Widder ein gewaltiges, kriegerisches Energiepotential aufbaut, das sich mit der Arbeit von Pluto in die Haare bekommt.

Es gibt in der Menschheitsgeschichte keine Beispiele, woran man nachvollziehen könnte, mit welchen Auswirkungen man da rechnen muss, denn diese Konstellation hat es zumindest die letzten 2000 Jahre, ja vermutlich noch nie vorher gegeben, seit es Menschen gibt.

Aber zwei apokalyptische Reiter kommen ja bekanntlich nicht allein. Zeitgleich mit dem Pluto-Uranus-Quadrat mischt sich von der anderen Seite der große Beschneider Saturn mit in das Geschehen, indem er ebenfalls ein Quadrat zu Pluto aufbaut und gleichzeitig eine Opposition zu Uranus auf der anderen Seite. Pluto wird also regelrecht in die Zange genommen!

Und da es sich bei allen um langsam laufende Planeten handelt, dauert diese Konstellation, bis auf kleine Unterbrechungen bis einschließlich 2017. Erst dann, falls überhaupt jemand diese Periode überleben sollte, könnte es an Weihnachten 2017 zu einem Durchbruch für einen internationalen Frieden kommen.

Dies ist alles nur der Abriss einer Grobstruktur, die sich für die nächsten Jahre ergeben könnte, bzw. zu erwarten sein wird. Nicht einbezogen sind Bewertungen über sonstige kritische Planetenkonstellationen die sich zwischendurch abspielen, da diese verglichen mit obiger Grundkonstellation nur temporäre Wirkungen haben.

Berücksichtigen muss man dabei auch, dass sich diese Konstellation nicht nur auf ein einzelnes Horoskop und nicht auf ein Land bezieht, sondern für die gesamte Erde gilt. Das heißt, es muss nicht unmittelbar jeden treffen, da ja nur die nicht tragfähigen Elemente zerstört werden, worunter natürlich indirekt auch der Gerechte betroffen sein wird.

Die Dramatik die in dieser Planetenkonstellation steckt, ist auch ein Prüfstein für die Aussagekraft der Astrologie. Sollten trotz dieser massiven Konstellation entsprechende Ereignisse ausbleiben, dann müsste der Wert von astrologischen Prognosen insgesamt in Frage gestellt werden.